13.02.2018 Wairoa

Doch noch weitere Vorkommnisse bei Sonnenuntergang. Die Wolken werden in ein dramatisches rötliches Licht getaucht, man meint, der ganze Himmel steht in Flammen.

der Himmel brennt

Die in großen Abschnitten unbefestigte Rainforest Road führt durch den Te Urewera National Park. Te Urewera bedeutet „der verbrannte Penis“, der Waldbestand ist wild und ursprünglich. Hier lebende Maoristämme haben den Waitangi Vertrag boykottiert und nie unterzeichnet. Die letzten Bastionen des Widerstandes befanden sich in diesen Wäldern.

Es ist wieder Wandertag. Auf dem Lake Waikaremoana Track (der See des sich kräuselnden Wassers) gelangt man zu einer der Stellen die ein tolles Panorama auf den See erlauben. Der Wind pfeift uns kräftig um die Ohren, tiefhängenden Wolken und Nebel über dem Wasser erzeugen eine ganz besondere mystische Stimmung. Man versteht nur zu gut, warum sich die Maori die hier leben „Kinder des Nebels“ nennen.

mystische Stimmung am Lake Waikaremoana

Kleine grüne Frösche hüpfen aufgeschreckt davon, das Igelkind hingegen erstarrt wenn man sich ihm nähert und reckt seine Stacheln auf Krawall gebürstet empor.

kleiner grüner Hüpfer

und einer auf Krawall gebürstet

Zum Lake Waikareti sind wir danach marschiert. Den uralten, flechten- und moosüberwachsenen Bäumen kann man eigentlich nur mit ehrfürchtigem Staunen begegnen. Die meterhohen Farne schauen aus, als ob sie sich ein Baströckchen übergestreift hätten. Wir entdecken viele kleine Seltsamkeiten entlang des Weges.

ein richtiger Riese

… mit Baströckchen

kleine Kostbarkeiten

die Mokau Falls

Am späten Nachmittag düsen wir auf unserer Schotterpiste (sie schimpft sich immerhin State Highway 38) weiter Richtung Rotorua. Dies ist eine Prüfung für Stoßdämpfer und Fahrer. Es regnet, Schlag- und Schlammlöcher, der Mokau-Wasserfall donnert in die Tiefe. Wir rechnen ständig hoch, wie weit es noch bis zur geteerten Zivilisation ist, als unsere Fahrt durch den Regenwald jäh gestoppt wird. Ein ganzer Hang ist abgerutscht und versperrt den Weg. Es kann noch nicht lange her sein. Vor einigen Minuten kamen uns zwei Autos entgegen, die hätten Zeichen gegeben…

Es ist wohl niemand zu Schaden gekommen. Aber die Straße ist definitiv unpassierbar und wir müssen umkehren. Die drei entgegenkommenden Fahrzeuge informieren wir, sagen auch am Campingplatz Bescheid.

So sind wir am Abend wieder in Wairoa, 50 km von Mahia entfernt und werden morgen kurz vor Napier Richtung Taupo abbiegen. Wir hoffen darauf, dass wir nicht wieder auf besondere Vorkommnisse stoßen und sind dankbar, dass der Hang nicht uns gemeint hat…

definitiv unpassierbar!

Ein Gedanke zu „13.02.2018 Wairoa

  1. Liebe Petra, lieber Dieter,
    wir sind beeindruckt von eurem Unternehmergeist, eurer Fitness und eurem Mut-
    einfach bewundernswert. Petra, Deine Mutter hat zwar gesagt, dass es wahrscheinlich kein Buch gibt – aber ich hoffe doch, dass Du Deine Meinung noch änderst!!
    Wir können so was nicht mehr machen, deswegen lesen wir mit großem Interesse die Tagesberichte.
    Weiter so und viel Spaß und allzeit genug Sprit im Tank und in den Beinen
    Elke und Gunther

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